Bei manchen Kindern bleiben durch Entwicklungsstörungen einzelne Zähne im Kiefer liegen und sind somit im Unterkiefer oder im Gaumen verlagert. Gemeinsam mit Ihrem Zahnarzt und/oder Kieferorthopäden entscheiden wir, ob diese Zähne freigelegt und anschließend kieferorthopädisch in den Zahnbogen eingestellt werden können, oder ob diese Zähne entfernt werden müssen. In sehr vielen Fällen handelt es sich um verlagerte Eckzähne, die im Gaumen querliegen und eine sehr gute Prognose haben. Nach Freilegung können sie in den Zahnbogen eingestellt werden.
Auf Wunsch ist eine Behandlung in Lokalanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose in Zusammenarbeit mit unserem Anästhesisten Dr. Cornelius Fröhlich möglich.
Freilegung
verlagerter Zähne
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Eine Zahnfreilegung kommt zum Einsatz, wenn der natürliche Zahndurchbruch verhindert ist, das heißt, wenn bleibende Zähne nicht von allein an ihren Platz in der Zahnreihe gelangen. Sie bleiben also im Kiefer gewissermaßen liegen. Die Gründe für solche sogenannten Zahnretentionen oder Verlagerungen können vielfältig sein.
Zu einer Zahnretention kann es beispielsweise kommen, wenn der Zahn nicht genug Raum im ausgeprägten Zahnbogen hat, da er entweder am Nachbarzahn hängen bleibt oder bestehende Zähne bereits schief gelagert sind. In diesem Fall wird oft operativ nachgeholfen, um den betroffenen Zahn korrekt in die Zahnreihe einzugliedern. Der Eingriff findet in mehreren Schritten statt und schließt die enge Zusammenarbeit mit einem Kieferorthopäden ein, da auch Hilfsmittel wie Zahnspangen zum Einsatz kommen können.
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Wichtig ist, dass eine Zahnfreilegung erst möglich ist, wenn genügend Platz für den eingelagerten Zahn an seiner vorgesehenen Stelle besteht. Sollte die Lücke zu klein sein, ist auch im Vorfeld eine kieferorthopädische Behandlung notwendig, welche die Lücke öffnet und dem Zahn den nötigen Platz verschafft. Die Freilegung selbst führt der Oralchirurg durch. Um an den betroffenen Zahn zu gelangen, löst er zunächst die Schleimhaut vom Knochen ab und trägt anschließend die Knochenschicht, die den betroffenen Zahn bedeckt, mit einer Knochenfräse ab.
Dieser Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, sodass das Schmerzempfinden ausgeschaltet ist. In der Regel wird dann auf den Zahn im Bereich der Zahnkrone ein Metallknopf mit einer daran haftenden Kette oder einem Draht befestigt. Diese Kette ermöglicht dem Kieferorthopäden später, mithilfe der häufig bereits angebrachten Zahnspange, Zug auf den Zahn auszuüben, damit er durchbricht und korrekt in die Zahnreihe wachsen kann. Die Wunde wird anschließend wieder zugenäht und die angebrachte Kette wird nun im Laufe der Zeit Stück für Stück verkürzt, bis der Zahn an seiner Stelle steht.
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Da der Zahndurchbruch ein relativ komplexer Prozess ist, der verschiedene Faktoren und Entwicklungsstufen mit einbezieht, kann es gelegentlich zu Störungen bei den einzelnen Stadien kommen. Beispielsweise kommt es vor, dass sich die Zähne noch nicht in der richtigen Position im Kiefer befinden. Sie können auch schief liegen und dann unter Umständen an den Nachbarzahn, beziehungsweise dessen Wurzel anstoßen und diese beschädigen. In manchen Fällen haben die Zähne in der für sie vorgesehenen Lücke in der Zahnreihe nicht ausreichend Platz.